Die Felsenstadt Petra und Aura-Reinigung in der Wüste

Machtvolle Energien in Jordanien:

 

Die Felsenstadt Petra und Aura-Reinigung in der Wüste: Manchmal arbeite ich dort, wo andere Urlaub machen. Kürzlich moderierte ich einen Workshop für ein internationales Team in Aqaba, Jordanien – einem Taucherparadies ...

... am roten Meer. Und ich nahm mir extra Tage, um das Fremde auf mich wirken zu lassen.

 

Durch meine vielen Reisen habe ich Übung darin, nur zu beobachten, ohne zu etikettieren oder zu werten. Insbesondere interessieren mich die vielfältigen Energien, die Landschaften, Orte, Menschen oder Gebäude ausstrahlen und ich nehme wahr, welche Wirkung das Neue auf mich hat.

 

Zwei Orte haben mich in diesem Land Moses verändert: Die Felsenstadt Petra und die Wüste.

 

Nabatäische Felsenstadt Petra

Die über 2000 Jahre alte Felsenstadt Petra diente den Nabatäern als Hauptstadt ihres Reiches mit Siedlung für Wohnstätten und Grabstätten. Sie befand sich auf einem damals wichtigem Handelsweg für Gewürze, Seide, Elfenbein, Weihrauch und andere Güter. Später hatten viele Herrscher dort das Sagen, unter anderem die Römer und die Kreuzritter. Und dann war 500 Jahre Stille um die prächtigen Felsbauten, weil die Stadt in der Wüste in Vergessenheit geriet. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein Archäologe den Ort wiederentdeckte und danach auch bald die Filmindustrie, z.B. als Drehort für Indiana Jones.

 

Der Weg führt mich durch eine hohe Schlucht, deren magische Schattierungen von orange mich immer wieder staunen lassen. Ich stelle mir vor, wie hier das Leben gewesen sein mochte und spüre die Lebenskraft der Händler und Bewohner von damals. Ich spüre aber auch die Energie, die von den Totenstätten ausgeht und ich bin froh, dass die Bauten nicht betreten werden dürfen.

 

Als der Weg mich weiter zu einem Amphitheater führt, dessen oberstes Plateau als Kult- und Opferplatz diente, warnt mich meine Intuition: Ich spüre Energien, die mächtiger sind als ich und die nicht gut für mich sind. Ich ziehe mich in Ehrfurcht zurück. Den Touristen, die ahnungslos auf den Felsen herumklettern wünsche ich Schutz und sichere Rückkehr.

 

Ich erinnere mich an eine Klientin, die nach einer Ägyptenreise starke Probleme mit ihren Augen und Augenlidern hatte und der kein Arzt helfen konnte. In einer Aufstellung konnten wir sehen, dass sie an einem Kraftort in Ägypten mit Energien in Berührung kam, die zu stark für sie waren. Sie hatte Dinge gesehen, die sie nicht sehen sollte. Die einzige Abhilfe war das heilende Vergessen, also sich nicht mehr erinnern, was geschah. Tatsächlich war die Klientin einige Wochen später geheilt.

 

Ich lasse es nicht so weit kommen und ziehe mich in sichere Gefilde zurück mit deren Schwingunen ich gut umgehen kann. Was ich mitnehme ist das ehrfurchtsvolle Staunen vor dieser alten Kultur und dem Sinn für Schönheit, der sich in den Gebäuden widerspiegelt und darin wie sie sich einfügen in die Felsen und in die Natur.

 

Aura-Reinigung in der Wüste

Durch einen Regenwasser-Tunnel gehe ich in gebückter Haltung in den unbewohnten Bereich außerhalb der Siedlung, in der ich wohne. Es ist etwas mühsam und ich weiß nicht was mich erwartet. Ich habe das Gefühl mich durch einen Geburtskanal in ein anderes Leben zu bewegen. Ich bin unsicher und brauche Mut, um weiter zu gehen.

 

Sobald ich es geschafft habe und mich aufrichte blendet mich das Licht. Mein Blick fällt auf den immerwährenden Sand und das Geröll und der erste Gedanke ist: wenn ich mich verlaufe, finde ich nicht mehr zurück. Ich gehe behutsam und neugierig weiter. Immer mehr erkenne ich, warum ich hierher kommen musste: Um meine Aura zu reinigen und meine Ängste dem ewigen Sand zu übergeben.

 

Jedes Mal, wenn ich reise, verdichtet sich ein Thema bei mir. Und wenn ich achtsam bleibe, dann werde ich mit neuen Erkenntnissen beschenkt und ich kann mich leichter von alten Anhaftungen befreien.

 

Diesmal war es das Thema Angst, das mir auf Schritt und Tritt begegnete. In vielen alltäglichen Situationen in denen ich diesmal alleine unterwegs war, spürte ich Unsicherheiten und Ängste. Jetzt in der Wüste weiß ich, dass es nicht meine Ängste sind. Es sind übernommene Ängste gegenüber Fremdem, Ängste der Eltern, meiner Jugend, früherer schlechter Erfahrungen und aus zahlreichen früheren Leben. Aber dieses Gefühl gehört nicht in mein jetziges Erden-Dasein. Ich weiß und ich spüre tief in meinem Herzen, dass ich jederzeit sicher und geborgen bin im Großen.

 

Also knie ich mich nieder in den Sand und bitte die ewige Erde meine Aura zu reinigen. Ich spüre und sehe, wie alles Dunkle und Schwere herausgezogen wird. Ich zittere vor Ehrfurcht und dann durchfließt mich Dankbarkeit. Ich stehe auf und streife die letzten Reste des Alten ab. Mein Atem ist freier als vorher und mit einer tiefen Verneigung danke ich der Wüste für mein neues Leben.

 

Auf einmal sehe ich die Weite vor mir als Chance mit unendlichen Wahlmöglichkeiten und die vielen Wege im Sand führen mich direkt ins Leben.

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