Erhebende Gespräche

Heute will ich über unsere Gespräche mit anderen schreiben.

 

Wir sollen erhebende Gespräche führen. Erhebend heißt, dass ein guter Austausch unsere Zellen höher schwingen lässt und uns damit für höher schwingende Eingebungen und Erkenntnisse öffnet. Je höher wir schwingen, desto leichter fällt es uns, unserem karmischen Weg zu folgen. Siehe ergänzend dazu auch meinen Post „Den rechten Weg finden.“


1. Gespräche über anwesende Gesprächspartner

In einer Runde unter Freunden, Bekannten oder auch (noch) Fremden sind diese Fragen Beispiele für inspirierende Themen: „Was ist dir wichtig in deinem Leben? Worauf freust du dich in diesem Jahr? Was war heute besonders schön für dich? Für welche Begegnung bist du besonders dankbar? In welchen Bereichen könntest du freundlicher zu dir sein?“

 

Man spürt sofort, wie die Energie im Raum ansteigt und die Gesichter der Menschen sich entspannen, wenn Themen dieser Art besprochen werden. Diese Themen setzen uns in Kontakt mit unserem höheren Selbst und sind so wörtlich „erhebend“ für uns und andere, denn auch deren höheres Selbst wird angesprochen.

2. Gespräche über die persönliche Beziehung zu Gott

Zum Beispiel: „Ich glaube, dass alles seinen Sinn hat, auch wenn ich es nicht gleich verstehe. Vor drei Jahren zum Beispiel ist mir  dasunddas passiert – jetzt weiß ich warum ...“ Oder: „Wenn ich alleine im Wald bin, dann bekomme ich gute Energie von der Natur und ich komme ganz ausgeglichen zurück. Was hilft dir, um wieder zu dir zu finden?“ Oder: „Leute, ich lese gerade ein tolles Buch, das hat mir die Augen geöffnet: ......“ Auch diese Themen lassen uns unser Verbunden-Sein spüren. Siehe ergänzend dazu meinen Post: „Gebet in 12 Erkenntisstufen“

3. Gespräche über irdische Dinge, die ich ändern will und kann

„Unsere Kleine kommt im Herbst in den Kindergarten. Hat jemand Erfahrung mit Steiner oder Montessori? Wir wollen das Passende für sie finden.“ „ Ich schlafe zur Zeit nicht gut. Hat jemand einen Tipp für mich?“ „Leute, ich habe ein schönes Geschäft entdeckt mit guten, regionalen Lebensmitteln. Wenn Ihr da einkauft dann unterstützt Ihr auch noch kurze Lieferwege und regionale Erzeuger.“
Diese Inhalte könnte man auch gut im Internet finden, aber wir vertrauen den Menschen in unserer Umgebung mehr und gemeinsam beschäftigen wir uns mit Dingen, die uns helfen und gut tun, also zu der für uns und andere besten Handlung führen.

4. Der Energiefluss ist wichtig

Wenn ein Mensch spricht, soll alle Energie aller zu diesem Sprechenden fließen. Die Hörenden sollen Geist und Herz ganz öffnen und das Gesagte wirken lassen. Dann möge der nächste sprechen, der wiederum alle Energie bekommt. Weiterführende Gedanken dazu findet Ihr in „Die Prophezeiungen der Celestine“ von James Redfield.
Damit wird klar, dass unser oft praktiziertes hektisches Durcheinander-Reden keine Energie schafft, sondern Energie zerstört. Es ist ein Machtkampf, der durch Lautstärke, kämpferische Aussagen und Gestik gewonnen werden soll. Durch Unterbrechungen wird (in unserem Kulturkreis) dem anderen signalisiert: Deine Gedanken wische ich weg, sie sind mir nicht wichtig, du bist mir nicht wichtig.

 

 

Da empfehle ich Folgendes zu sagen: „Ich würde gerne Karls Meinung zu Ende hören, damit ich genau verstehe, was er meint. Bitte, Karl, wie meinst du das genau und hast du Beispiele für uns?“

5. Damit wird deutlich, dass Gespräche, die von vorne herein negativ sind oder nicht auf Verbesserung und Handlung gerichtet sind, meist wertlos sind.

Oft sind es Äußerungen des Egos, wertend, andere klein machend: bevorzugte Zielscheiben sind Politiker, Kindergärtner, Lehrer, Chefs, Beamte, Handwerker, eigene Verwandte, die Nachbarn usw. JA, wir können gerne über die Flüchtlingsthematik sprechen, damit wir uns eine Meinung bilden, um dann gut handeln zu können: im nächstgelegenen Flüchtlingsheim helfen, eine Partei wählen, die eine andere Politik verspricht, eine Demonstration initiieren, oder oder.
Ist es nicht deine Absicht, etwas zu ändern oder aktiv weiter zu unterstützen, dann sprich besser nicht. Du kannst die wahren Hintergründe selten durchschauen. Wir sind von Lügen und Illusionen umgeben.
Nicht hilfreich und nicht erhebend sind abstrakt intellektuelle besserwisserische ego-getriebene Statements, die in Wahrheit alle runterziehen. Wenn ihr in einer solchen Runde seid, empfehle ich Euch, entfernt Euch sofort, geht raus und kommt zurück und wechselt das Thema: z.B.: „Brigitte, jetzt interessiert mich, wie es DIR geht: Hast du heute in der Firma Kunden weiterhelfen können? Das ist ja deine Stärke.“ Nach einer momentanen Irritation werden die Anwesenden gerne zu einem freundlichen, persönlichen Thema wechseln.

Kümmere dich um das was du ändern kannst, dann bist du genug beschäftigt.

Die Freimaurer haben das Bild des unbehauenen Steins: Jeder möge an seinem rauen Stein arbeiten, damit er sich gut in den Tempel der Humanität fügt. Der Mörtel zwischen den unterschiedlichen Steinen, der diese Steine zusammenhält, ist die Nächstenliebe.

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